Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Prof. Dr. Johannes Hübner

Zwischen Information und Verstehen: Überlegungen zum Wissensbegriff

In der zeitgenössischen Erkenntnistheorie mehren sich in den letzten 15 Jahren Stimmen für einen Paradigmenwechsel: Nicht Wissen, sondern Verstehen solle als Zentralbegriff der Erkenntnistheorie angesehen werden. Ein zentrales Motiv ist der überlegene Wert des Verstehens im Vergleich zum Wissen, denn man argumentiert, dass unsere kognitiven Anstrengungen letztlich auf Verstehen und nicht lediglich auf Wissen zielen. Strittig ist, ob Verstehen eine Art von Wissen oder ein kognitiver Zustand sui generis ist, und ob Verstehen immun gegen Zufallsprobleme ist, die bei der Analyse des Wissensbegriffs notorische Schwierigkeiten bereiten. Der Vortrag diskutiert das Verhältnis von Wissen und Verstehen. Es soll gezeigt werden, dass Verstehen in mehreren Hinsichten tatsächlich nicht für die Zufallsprobleme anfällig ist.

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